Vermächtnis der Hüter

“Du lügst! Warum tust du mir das an?”
“Weil du mir die Wahrheit niemals glauben würdest!”

Carolina Jara wäre die perfekte Mutter für seinen Erben, hätte Dareios sich nicht Hals über Kopf in sie verliebt. Die attraktive Magiestudentin darf ihm auf keinen Fall in die Zwischenwelt folgen. Denn dort, in einer Welt ohne Zeit und ohne Leben, bekämpft Dareios verstorbene Magier, die nur ein Ziel kennen: Sie müssen den Hüter und seinen Erben vernichten, um bis in alle Ewigkeit dem Jenseits zu entfliehen.
Doch Dareios kann Carolina nicht loslassen. Verzweifelt begeht er den schlimmsten Fehler seines Lebens: Er zeigt ihr den Weg in die Zwischenwelt und sie stolpert mitten hinein.

Vermächtnis der Hüter 1: Die Schwelle

Der Roman erschien bereits bei der Weltenschmiede. Dort habe ich den Roman jedoch zurückgezogen. Die Gründe hierfür können unter dem Blogbeitrag „Time to say goodbye“ nachgelesen werden. Jetzt wartet der Roman auf eine Überarbeitung.
Aktueller Status (22.06.2017):
0/35 Kapitel
0/383 Seiten

Vermächtnis der Hüter 2: Der Riss

Nach einer kräftigen Überarbeitung wartet Band 2 eigentlich nur darauf, dass die Fehler aus Band 1 ausgebügelt werden.
Aktueller Status (22.06.2017):
36/36 Kapitel
324/324 Seiten

Vermächtnis der Hüter 3: Das Herz

Bei diesem Teil muss dringend noch etwas an der (wehleidigen *hust*) Protagonistin geschraubt werden.
Aktueller Status:
0/34 Kapiteln
0/329 Seiten

Vermächtnis der Hüter 4: Der Vertrag

Ursprünglich war dies als ein Buch gemeinsam mit der Geschichte von Buch 5 gedacht. Allerdings ist es so ausgeufert, dass es doch geteilt werden musste.
Aktueller Stand (22.06.2017):
0/35 Kapiteln
0/411 Seiten

Vermächtnis der Hüter 5: Die Entscheidung

Der spannende Abschluss der Reihe. Ich wusste am Anfang selbst nicht, wie das Abenteuer enden würde. Bis zum Ende bleibt ungewiss, ob alle Protagonisten überleben. Mit dem Ausgang bin ich aktuell ganz zufrieden, aber mal sehen, vielleicht ändere ich es auch noch.
Aktueller Status (22.06.2017):
0/35 Kapitel
0/363 Seiten

Das Diesseits, die Welt Cascavel, teilt sich in drei Kontinente auf: das warme Südcascavel, das von der Vegetation an Südamerika erinnert, das eisige Nordcascavel, das Alaska gleicht, und Mittelcascavel, das am ehesten mit Afrika verglichen werden kann.

Cascavel

Geschichte

Die Welt Cascavel existiert seit mehreren Jahrtausenden. Über mehrere Entwicklungsstufen hinweg entstanden die drei Kontinente und auf ihnen die einzelnen Länder. Während das eisige Nordcascavel bereits durch das unwirtliche Klima abgeschottet ist, herrscht zwischen den Bewohnern Mittels- und Südcascavels ein reger Austausch. Dabei wird Südcascavel immer wohlhabender, während sich in Mittelcascavel die Probleme häufen. Vulkanausbrüche und Dürreperioden setzen dem Kontinent zusätzlich zu.

Südcascavel

Der südliche Kontinent ist mit Abstand am weitesten entwickelt und die technischen Errungenschaften bilden sich rasch weiter. Der Kontinent ist durch Vahen gut vernetzt. Außerdem können die Südcascavler es sich leisten, Vilezapten magisch zu zähmen und für den Transport zu nutzen. Der weit verbreitete Glaube in Südcascavel orientiert sich an der Hiera (s.u.). Ansatzweise gibt es zwar auch eine Art Atheismus, doch die Hiera durchdringt das Leben der Südcascavler so sehr, dass er eher selten zu bemerken ist. Die einzelnen Länder sind demokratisch organisiert, einige haben zusätzlich eine parlamentarische Monarchie. Ein Friedensvertrag und Handelsabkommen regeln das Leben auf dem Kontinent. Außerdem sorgen regelmäßige Austauschprogramme zwischen Schülern und Studenten für ein gutes Miteinander. Die Kinder Südcascavels werden je nach Land mit zwei oder vier in eine Kindertagesstättgebracht, wo sie bereits in Ansätzen Schreiben, Lesen und Rechnen lernen. Ab dem Alter von 7 besuchen sie die Schule. Eine Weiterbildung ist insbesondere für Magiebegabte ab dem 17. Lebensjahr möglich. Es ist verpflichtend, danach ein Jahr lang eine Arbeit, die der Staat zuteilt, auszuführen. Ab dem 19. Lebensjahr wechseln die jungen Erwachsenen dann an die Universität. Die beliebteste und renommierteste Fakultät des Kontinentes für Magiewissenschaften ist Mesquita.

Mittelcascavel

Durch den Austausch mit Südcascavel ist auch in Mittelcascavel der Glaube an Beltis vorherrschend. Allerdings sind die Strukturen der Hiera dort bei weitem nicht so stark wie in Südcascavel, weshalb der Beltisglaube dort mitunter andere Züge annimmt. So ist die Vorstellung von einer Wiedergeburt auf dem mittleren der drei Kontinente weit verbreitet. Die Menschen hoffen häufig, nach ihrem Tod ein besseres Leben führen zu können. In einigen Ländern herrscht eine funktionierende, konstitutionelle Monarchie, häufig wird das Land jedoch von den wenigen Mittelcascavlern beherrscht, die sich ihre Ämter erkaufen können. Die Korruption ist im Osten des Landes besonders schlimm. Außerdem wird der Kontinent regelmäßig durch Bürgerkriege und konkurrierende Parteien geplagt. Umweltkatastrophen wie Vulkanausbrüche und Erdbeben tun das ihre dazu bei, um das Leben in Mittelcascavel stets unruhig zu belassen. Entsprechend ist es für viele Mittelcascavler auch schwer, eine anständige Bildung zu erhalten. Zwar gibt es Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten, doch ist der Besuch dieser nicht verpflichtend, sodass insbesondere viele Familien auf dem Land ihre Kinder lieber bei sich arbeiten lassen anstatt sie auszubilden.

Nordcascavel

Der nördliche der drei Kontinente ist in vielerlei Hinsicht gänzlich anders als seine südlichen Nachbarn. So sind die Ländergrenzen, die südcascavlische Forscher gezogen haben, eher eine pro forma Angelegenheit. Tatsächlich sind die Bewohner Nordcascavels in Stämmen und Sippen organisiert. Kinder werden in diesen Stämmen aufgezogen und unterrichtet. Nach einem Ritual werden sie in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen und ihnen wird eine jeweils zu ihnen passende Aufgabe zugeteilt (Fischfang, Hausbau, Kleidung nähen, u.ä.). Die Nordcascavler glauben an verschiedene Sertoks, die sie teils mehr teils weniger ausführlich beschreiben können. Entscheidend ist für sie jedoch, dass die Sertoks sie nach ihrem Tod in ihren Kreisen aufnehmen werden. Entsprechend ist ihr „Pantheon“ bis ins Unendliche dehnbar und die Ahnenverehrung spielt ebenfalls eine große Rolle.

Zeitrechnung

Monate
Das Jahr in Cascavel ist wie unser Jahr in 12 Monate aufgeteilt. Allerdings lauten die Bezeichnungen der Monate anders:
Januar – Tyr
Februar – Agniz
März – Katis
April – Ope
Mai – Karpo
Juni – Gam
Juli – Andronik
August – Creusa
September – Hept
Oktober – Okt
November – Enaton
Dezember – Deka
Wochentage
Auch die Woche ist wie unsere in 7 Tage aufgeteilt:
Montag – Pros(tag)
Dienstag – Deu(tag)
Mittwoch – Tri(tag)
Donnerstag – Tetar(tag)
Freitag – Penta(tag)
Samstag – Hekto(tag)
Sonntag – Teleu(tag) – unter Hieranern Beltistag

Der Glaube

Andronikos
Der mächtige Magier Andronikos vollbrachte vor gut sechs Jahrhunderten einige bemerkenswerte Wunder. Seine Begleiter verfassten Schriften über seine Taten und seine Worte. Seine Goldenen Regeln wurden zur Grundlage eines jeden cascavlischen Glaubens. Die Hiera verehrt den Magier außerdem als den wichtigsten Propheten ihres Gottes.
Goldene Regeln
Andronikos lehrte viele Gebote, die das Zusammenleben zwischen Magiern und Magielosen erleichtern sollten. Dabei blieben drei Regeln von zentraler Bedeutung.
Regel 1: Magie ist eine Gabe und reine Kraft, die nicht gegen Magielose eingesetzt werden darf.
Regel 2: Jeder Magiebegabte entscheidet selbst, ob er seine Gabe nutzt und in einem Studium den Umgang mit ihr erlernt oder seine Kraft anderen zur Verfügung stellt.
Regel 3: Wer seine Magie missbraucht, wird im Leben nach dem Tod mit ewigen Qualen bestraft.
Die Auslegung der letzten Regel ist in Cascavel höchst umstritten.
Hiera
Die „Kirche“ mit dem meisten Einfluss in Cascavel nennt sich Hiera. Sie vertritt eine besonders strenge Auslegung des Magiemissbrauchs, die die Nutzung der Magie zu eigenen Zwecken ausschließt. Magie darf demnach ausschließlich Magielosen zur Verfügung stehen, der Magier wird nicht als Besitzer, sondern als Verwalter der Macht angesehen. Wer seine Magie für sich oder einen befreundeten Magier nutzt, muss mit der Strafe der Cheiris rechnen.
Beltis
Der Gott, an den die meisten Cascavler in Süd- und Mittelcascavel glauben, heißt Beltis. Vor sechs Jahrhunderten offenbarte er seinen Willen durch die Worte und Taten seines Gesandten, des Propheten Andronikos.
Cheiris
In den Schriften des Heiligen Andronikos taucht immer wieder eine Gegenspielerin des Gottes Beltis auf, die versucht, die Cascavler zu Untaten zu verführen und sie dadurch in ihr Reich zu locken. Laut den Lehren der Hiera erwartet dort diejenigen, die gegen die drei goldenen Regeln verstoßen, eine Ewigkeit voller Qualen und Folter.
Sertok, Sertoks, pl.
Viele nordcascavlische Stämme verehren ein Pantheon. Manchmal beten sie dabei zu einem einzelnen Sertok, oft rufen sie jedoch die Sertoks in ihrer Gesamtheit an.

Vor vierhundert Jahren lehnte sich eine Gruppe Magier gegen die Hiera auf. Als die Magier alle auf einmal hingerichtet wurden, kam der anerzogene Glaube wieder zum Tragen: die Panik davor, in Cheiris‘ Reich zu landen, gab ihnen die Kraft, an ihrer Magie festzuhalten und dadurch Haphtir zu erschaffen. Nachdem diese Zwischenwelt so kreiert wurde, muss nun jeder, der stirbt, diese Zwischenwelt passieren. Magielose können sich allerdings nicht in der Welt halten. Anfangs gelang es denjenigen Magiern, die lieber ins Jenseits hinübertreten wollten, noch, ihre Magie selbst nach Cascavel zurückzuschicken und dadurch ebenfalls als Magielose Haphtir zu verlassen. Mit der Zeit aber wurden die Magier so zahlreich, dass sie mit ihrer Magie den Weg ins Jenseits blockierten. Deshalb gaben diejenigen Magier, die nicht in der Zwischenwelt bleiben wollten, einem Lebenden, dem ersten Hüter, genug Macht, Magiern ihre Kräfte zu entziehen. Dadurch sorgt er dafür, dass die Magie in Haphtir nicht überhandnimmt und der Weg ins Jenseits offen bleibt. Entsprechend gliederten sich die toten Magier in Haphtir fortan in zwei Gruppen: Hetairoi und Skotoi.

Skotos, m., Skota, f., Skotoi, pl.

Tote Magier, die fürchten, im Jenseits eine Strafe zu erhalten, entscheiden sich meist dafür, in Haphtir zu bleiben. Dann aber wehren sie sich dagegen, dass der Hüter oder die Hüterin ihnen ihre Magie entreißt und bekämpfen ihn oder sie mit all ihrer Kraft. Sie werden als Skotoi bezeichnet. Im Laufe der Jahrhunderte setzte sich die Tradition durch, dass Skotoi ihre menschliche Gestalt nicht mehr annehmen. Es wurde zum Symbol dessen, dass das eigentliche Leben im Diesseits vergangen ist und man sich in der Zwischenwelt durch die neue, äußere Erscheinung davon abgrenzt. Zudem wollen sie einander zeigen, wie viel Magie sie besitzen. Deshalb treten sie als Tiere auf. Am einfachsten ist es, sich in ein Schuppentier, eine Schlange, eine Echse oder dergleichen zu verwandeln. Schwieriger ist es, Federn magisch darzustellen und die höchste Kunst sind alle Formen von fellbesetzten Tieren. Daneben spielt außerdem die Größe der Tiere eine Rolle, um die eigene Macht zu demonstrieren.

Hetairos, m., Hetaira, f., Hetairoi, pl.

Tote Magier, die irgendwann einmal ins Jenseits übertreten möchten und dem Hüter folglich bei seinem Kampf gegen die unwilligen Toten helfen, werden als Hetairoi bezeichnet.

Ochyrom

Die einzige Stadt in Haphtir, in der auch der Hüter wohnt. Sie ist in einen Berg gehauen und von einer großen Mauer umgeben, an die sich zusätzlich eine magische Barriere anschließt. Der Hüter besitzt eine große Villa, außerdem gibt es eine Höhle mit alten Schriften und eine Kampfarena. Die Hetairoi leben in kleineren Häusern oder Höhlen. Die Stadt ist vergleichbar mit Matera in Italien.

Dareios Jara:
Seit seinem 8. Lebensjahr befindet sich Dareios in der Obhut seiner Mutter, der Hüterin der Toten. Er kennt das Leben im Diesseits nicht, nur den ewigen Kampf um die Zwischenwelt. 

Carolina Jara:
Die junge Studentin ist die Liebe leid, denn ihre letzte Beziehung wurde sie von einem verheirateten Mann verarscht.

Noelia Varela:
Noelia ist die beste Freundin von Carolina. Sie stammt aus einer kinderreichen, aber geldarmen Familie, die bislang keine Magiebegabte vorgebracht hat. Als Noelia ihren Bescheid erhält, ist sie überglücklich, mit ihrer besten Freundin Carolina und ihrem Freund und späterem Ehemann Juan Magie studieren zu dürfen.

Tonraq Anernerk:
Obwohl der Nordcascavler Tonraq unbedingt seine vor ihm verstorbenen Ehefrau Luava wiedersehen will, beschließt er, etwas Zeit in der Zwischenwelt zu verbringen und nimmt sich des jungen und unerfahrenen Hüters Dareios an.

Jannika Lalev:
Die Frau aus Mittelcascavel ist impulsiv und geht stets mit dem Kopf durch die Wand.

Juan Varela:
Juan ist Noelias Ehemann.

Fedon:
Er ist einer der mächtigsten Skotoi von Haphtir und er kennt nur ein Ziel: den Hüter und seine Erben vernichten, damit Haphtir zur Ewigkeit wird und er niemals im Jenseits für seine Fehler büßen muss.

Weitere Informationen folgen in Kürze!