Ja, er war ein Exzentriker. Er war kompliziert, launisch, hatte einen verdrehten Schlafrhythmus und er machte es den Dienstboten alles andere als leicht. Aber dafür bezahlte er diese Leute schließlich. Und das nicht zu knapp!
Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen.
Es gab wirklich keinen Grund sich aufzuregen, sagte er sich. Seine Arbeit machte gute Fortschritte. Nicht mehr lange, dann würde er einen passenden Ort auswählen können. Er konnte nur hoffen, dass keine allzu lange Wartezeit auf ihn zu kam.
So stellt sich der Erzähler der in der Anthologie “Gesänge aus Dunklen Zeiten” erschienen Kurzgeschichte „Umbra“ vor, in der Tino Fremberg von einer außergewöhnlichen Persönlichkeit erzählt, die versucht, eine Sonnenfinsternis auf die Minute genau zu berechnen. Doch wozu braucht der Protagonist diese Sonnenfinsternis? Um das zu erfahren, müsst ihr die Kurzgeschichte gelesen, aber um mehr über den Autor zu erfahren, seid ihr hier genau richtig, denn heute darf ich Tino Fremberg bei mir auf der Autorencouch begrüßen.
Isabella Benz: Herr Fremberg, hängt Ihre Idee, in der Kurzgeschichte mit einer Sonnenfinsternis zu operieren, mit Ihrem Studium der Physik zusammen?
Tino Fremberg: Die Idee nicht unbedingt, eher die Umsetzung würde ich sagen.
Isabella Benz: Was machen Sie außer dem Schreiben in Ihrer Freizeit und würden Sie sagen, dass das Ihre Schreiberei beeinflusst?
Tino Fremberg: Ich spiele Schach, lese und schaue Filme. Ich denke, alles was ich erlebe beeinflusst die Schreiberei mehr oder weniger. Überall trifft man Menschen und hört Anekdoten. Für besonders wichtig halte ich das Lesen, denn das hat Einfluss auf den Schreibstil.
Isabella Benz: In einer historischen Kurzgeschichte ist es ja auch wichtig, einen gewissen Sprachstil zu erwischen, was nutzen Sie, um diese Sprache zu erlangen?
Tino Fremberg: Ich habe einige historische Romane und Geschichten gelesen.
Isabella Benz: Ist das auch das Genre, in dem sie sich am liebsten bewegen? Oder schreiben Sie noch in anderen Genres?
Tino Fremberg: Ich mag es mittelalterlich und spannend bis gruselig. Letzteres darf auch gerne in der heutigen Zeit angesiedelt sein.
Isabella Benz: Welches Fabelwesen mögen Sie am liebsten?
Tino Fremberg: Mein Lieblingsfabelwesen ist der Drachen.
Isabella Benz: Herzlichen Dank für das Interview.
Tino Fremberg: Gerne.
„gute Auflösung, für die es einige Hinweise gab (aber ich bin trotzdem nicht drauf gekommen) und eine gute Mischung aus Historie und Phantastik.“ – Jana Hoffhenke