Isabella Benz: Es ist wieder Freitag und damit Zeit für ein neues Interview aus der Reihe „Wenn alte Wellen singen“! Unsere nächste Autorin ist Regine D. Ritter, Herzlich Willkommen, liebe Regine! Verrate uns doch bitte, was dein historischer Hintergrund ist und wie du darauf gekommen bist?
Regine D. Ritter: Der historische Hintergrund für diese Geschichte hat sich eher zufällig ergeben: in einem Buch über mittelalterliche Burganlagen wurde als Kuriosum angemerkt, dass es bereits im Mittelalter Kampfschwimmer gegeben habe. Das hat mich interessiert, ich habe weiter darüber nachgeforscht, und bin so bei Galbert gelandet.
Isabella Benz: Galbert ist ja der Protagonist deiner Geschichte. Du hast die Kurzgeschichte sowohl aus seiner personalen Sicht als auch in Form von Geschichtsschreibung geschrieben. Warum hast du dich für diese Form entschieden?
Regine D. Ritter: Eine Geschichte über einen nackten Mann in einem reißenden Fluss finden die meisten Menschen vermutlich interessanter als eine Seite aus einem Geschichtsbuch. Trotzdem wollte ich ein wenig von der historischen Vorgeschichte mit in meinen Plot einfließen lassen, denn Galbert war nicht nur ein Einzelkämpfer, sondern Teil eines großen Ganzen. Diese beiden Aspekte seiner Geschichte soll die Mischform unterstreichen.
Isabella Benz: Interessant! Und ich finde, die Mischung ist wirklich spannend geworden. Als Beispiel wollen wir uns einmal ein paar Sätze anschauen:

In nur zwei Jahren hat Löwenherz seine Grenzfestung regelrecht aus dem Boden stampfen lassen, und viele Bewohner der Gegend behaupten noch heute, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Blut soll es geregnet haben, und über dem Sumpf sollen Irrlichter getanzt haben.

Erzähl uns doch mal: Magst du Wasser eigentlich?
Regine D. Ritter: Feuer ist mir lieber.
Isabella Benz: Nun, das kommt in deiner Kurzgeschichte ja auch nicht zu kurz 😉 Wie bist du eigentlich zum Schreiben gekommen? Und was ist für dich das Wichtigste dabei?
Regine D. Ritter: Ich vermute, dass ich hier dem üblichen Klischee entspreche: Geschichten zu schreiben hat mir schon in der Schule viel Spaß gemacht, und die Liebe zum Schreiben ist geblieben. Die Motivation kommt schlicht und einfach aus der Freude, die mir der kreative Prozess des Schreibens bereitet.
Durchhaltefähigkeit und die Fähigkeit, den eigenen Text kritisch zu lesen, sind meiner Meinung nach das Wichtigste.
Isabella Benz: Vielen Dank für deine Antworten!

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