Phoenix 3: Kinder der Glut

von | 4. Apr 2017 | 0 Kommentare

„Ein Exodus nach Hamburg und die Suche nach der neuen Welt …“

Autorin: Ann-Kathrin Karschnick
Print: 454 Seiten
Sprache: Deutsch
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ACHTUNG: Bei dieser Rezension herrscht Spoileralarm zum ersten Band der Reihe: „Phoenix – Tochter der Asche“ sowie zum zweiten „Phoenix – Erbe des Feuers

Zusammenfassung
Am Ende von Band 02 sind Tavi und Leon erst einmal voneinander getrennt. Tavi wurde von der KA-Armee gefangen genommen und befindet sich in einer Zelle in Hamburg, direkt neben ihrem ehemaligen Ziehsohn Nathan. Der ist mittlerweile allerdings in einer etwas prekären Lage: Dank Katharina steckt er im Körper einer jungen Frau und teilt sich diesen mit der ursprünglichen Besitzerin, die eigentlich am Sterben ist, und einem Wesen, das Tavi als „Kalte Stimme“ bezeichnet. Um Nathan helfen zu können, muss Tavi zunächst ihn und sich aus dem Gefängnis befreien.
Unterdessen werden Leon, Eleazar und Jörenson von Katharina in ein Dorf geführt, das unter den Überfällen von Banditen leidet. Obwohl Leon nichts lieber als nach Hamburg und zurück zu Tavi möchte, lässt er sich von Katharina überzeugen, dass sie den Menschen helfen müssen. Und es bleibt nicht bei dieser einen Rettungsaktion …

Im Gegensatz zu Band 02 schließt Band 03 nahtlos an die letzten Geschehnisse an. Eigentlich ist damit viel Möglichkeit gegeben für einen spannungsgeladenen Einstieg. Leon, Eleazar und Jörenson müssen vor der KA fliehen und Tavi ist gefangen. Leider kam die Spannung bei mir aber nicht richtig auf. Über das „warum“ musste ich selbst eine Weile nachdenken. Meine Gründe? Zunächst hat es mich gestört, dass es überhaupt zurück nach Hamburg ging. Ich hätte es wesentlich interessanter gefunden, wenn noch eine andere Stadt beleuchtet wird, Rom zum Beispiel oder Barcelona oder so. Der Rückweg nach Hamburg wirft bei mir tatsächlich die Frage auf, wozu der Umweg nach Paris notwendig war. Ja, dort ist der Aufstand aufgekommen und dort sind Tavis Kinder begraben. Aber die Notwendigkeit mit Paris erschließt sich mir nicht ganz. Mehrere große Städte Europas zu besuchen, hätte ich cool gefunden, aber das wurde jetzt nicht durchgezogen. Schade …

Dann kam hinzu, dass mich die beiden Quests, die Tavi und Leon unabhängig voneinander erleben, nicht sehr vom Hocker gerissen haben. Leon folgt Katharinas Rat, ohne wirklich zu wissen, weshalb. Da ist keinerlei eigener Antrieb bei ihm. Er will eigentlich nur zu Tavi zurück, hilft den Menschen aber „notgedrungen“. Wenn er selbst da mehr dahinter gewesen wäre, wäre die Idee eigentlich gar nicht so schlecht gewesen. So hat es den Beigeschmack, den ein unwilliger Charakter zwangsläufig mit sich bringt. Tavi ist das genaue Gegenteil von Leon. Allerdings hat mich bei ihr schon die Quest an sich, sprich: die Geschichte um Nathan, genervt. Charaktere, die verschwunden sind und wiederauftauchen finde ich an sich schon schwierig. Dann ist Nathan auch noch in einem Frauenkörper gefangen. Theoretisch bietet das einen interessanten Konflikt. Von Nathans Innensicht erfährt man aber fast nichts. Tavis Sorge um ihn steht durchweg im Vordergrund und die Verbissenheit, mit der sie nach ihm sucht und ihm helfen will, nimmt allem anderen den Raum. Zudem fand ich die Idee mit dem „Höheren Wesen“ sehr schwach ausgearbeitet. Im Epilog wird es nochmal kurz angesprochen. Aber da hatte ich mir nach dem, wie viel Raum es im Buch selbst eingenommen hat, mehr erwartet.

Das klingt jetzt alles extrem negativ, vor allem, wenn man meine Rezensionen zu Band 01 und 02 kennt. Stilistisch ist der Roman nach wie vor gut geschrieben, auch wenn sich einige Fehlerchen eingeschlichen haben. Aber nach dem interessanten, spannenden und oft auch mysteriösen Plot in den Vorgängerbänden hatte ich mir vom Abschluss der Trilogie mehr erhofft.

Fazit:
Wer Band 01 und 02 gelesen hat, sollte meines Erachtens auch mit Band 03 die Trilogie abschließen. Allerdings sollte man nicht zu viel erwarten, an die Qualität von Band 01 und 02 kommt der Abschluss meiner Meinung nach nicht heran.

Ich lese gerade:

Data from Goodreads

  • Book cover

    Die Lüge von Amergin Manor

    Antonia Günder-Freytag

    52 %
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