Phoenix 2: Erbe des Feuers

von | 28. Feb 2017 | 0 Kommentare

„Von Hamburg nach Paris – eine gelungene Fortsetzung der Phoenix-Trilogie in den Straßen und Katakomben der Stadt der Liebe.“

Autorin: Ann-Kathrin Karschnick
Print: 365 Seiten
Sprache: Deutsch
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ACHTUNG: Bei dieser Rezension herrscht Spoileralarm zum ersten Band der Reihe: „Phoenix – Tochter der Asche“

Zusammenfassung: Ihre Flucht aus Hamburg führt die Phoenix Tavi und den frisch gebackenen Cupido Leon in die Stadt der Liebe: Paris. Dort ist mittlerweile ein Kampf zwischen den Menschen und den „Seelenlosen“ ausgebrochen, angestachelt durch den Sieg, den Tavi in Hamburg gegen die Kontinentalarmee errungen hat. Um nicht vom Rat der Seelenlosen instrumentalisiert zu werden, gibt sich Tavi zunächst als Mensch aus. Bevor sie sich als Phoenix offenbart, gibt es einige Fragen zu klären: Was hat es mit ihrer sonderbaren und verheerenden Gabe auf sich? Was genau plant der Rat in Paris? Und als ob dies nicht genug wäre, kommt es erneut zu unerklärlichen Mordfällen, diesmal an den Seelenlosen. Und der Mörder – das steht bald fest – kommt aus ihren eigenen Reihen …

Unter den Charakteren begegnen nur wenige bekannte Gesichter, darunter natürlich besonders Tavi und Leon, wer noch wieder auftaucht, verrate ich hier mal nicht 😉 Tavi macht in diesem zweiten Band meines Erachtens keine große Entwicklung durch. Sie kämpft immer noch verbissen darum, ihre Ziele durchzusetzen. Notfalls auch mit dem Kopf durch die Wand. Leon hingegen hat mit seinen neu erwachten Kräften zu kämpfen. Er muss sich erstmal in sein Leben als Seelenloser einfinden. Anfangs hat mich sein hilfloses Gehabe ziemlich genervt, aber das legte sich zum Glück relativ schnell und er steigert sich in jedem Fall bis zum Schluss zu einem deutlich aktiveren Akteur.

Bei den neu auftretenden Charakteren sind besonders zwei hervorzuheben: Eleazar, ein Artgenosse Tavis, und der Eisriese Jörenson. Letzterer kam zwar seltener vor, er war mir aber schnell sympathisch und ich hoffe sehr, dass man ihn im abschließenden Band noch ausführlicher kennen lernt. Eleazar ist wesentlich genauer und vor allem sehr ambivalent gezeichnet. Ich bin mal gespannt ob die Person, die dafür verantwortlich ist, dass er zum Seelenlosen wurde, noch einen Gastauftritt in Band 03 erhält. Ohne zu spoilern: Ich musste bei der Auflösung dieses Geheimnisses grinsen. Insgesamt weckte der Charakter gemischte Gefühle bei mir. Karschnick gelingt es ähnlich wie bei der Hexe Katharina in Band 01 die Unsicherheit beizubehalten. Ich schwankte ständig zwischen Vertrauen und Misstrauen was ihn anbelangt.

Ein Manko, das ich in Band 01 zu den Charakteren anmerkte, wurde in Band 02 übrigens aufgelöst, was mich positiv überrascht hat!

Die Spannung ist in Band 02 nicht ganz so rasant gehalten wie Band 01, dafür nimmt sich Karschnick mehr Zeit, Hintergründe der Protagonisten und Nebenfiguren zu durchleuchten. Eine rasante Spannungssteigerung ergab sich etwa im letzten Viertel des Romans. Hier fand sich außerdem eine Wendung, mit der ich nicht im Geringsten gerechnet hatte und die mir gut gefallen hat. Trotz des etwas seichteren Einstiegs hat mich der Roman gefesselt, das geringere Tempo tut der Lesefreude also meines Erachtens keinen Abbruch.

Sowohl was den Schreibstil als auch was Cover und Satz anbelangen, verweise ich auf meine Ausführungen in Band 01. Der Roman ist wieder solide geschrieben und schön gestaltet.

Fazit

Ein paar Tippfehler haben sich eingeschlichen, aber davon abgesehen fand ich sowohl die Story als auch die Entwicklung der Charaktere – obwohl ich mir bei Tavi mehr gewünscht hätte, aber das muss ja nicht immer sein – rundum gelungen. Wem Band 01 gefallen hat, der sollte sich Band 02 nicht entgehen lassen! Ich freue mich jetzt auf den Abschluss der Phoenix-Trilogie und bin gespannt, wohin uns Frau Karschnick diesmal führt 🙂

Ich lese gerade:

Data from Goodreads

  • Book cover

    Die Lüge von Amergin Manor

    Antonia Günder-Freytag

    52 %
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