Diebe im Olymp

von | 17. Okt 2017 | 0 Kommentare

„Die Gestalten der griechischen Mythologie erwachen zum Leben. Rick Riordan liefert mit ‚Diebe im Olymp‘ einen spannenden Auftakt zu seiner fünfbändigen Jugendbuchreihe und Marius Clarén verleiht dem Werk eine angenehme Stimme.“

Autor: Rick Riordan
Sprecher: Marius Clarén
Umfang: 05:09 Stunden
Sprache: Deutsch
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Zusammenfassung: Der zwölfjährige Percy Jackson ist ein absolutes Problemkind. Ständig gerät er in seltsame Situationen und muss jährlich die Schule wechseln. Als sich seine Mathelehrerin in eine Furie verwandelt, werden die Geschehnisse um ihn immer skurriler: sein Lateinlehrer und sein bester Freund Grover scheinen nicht menschlich zu sein. Aber sie helfen ihm auf der Flucht vor den Wesen aus der Unterwelt, die Percys Tod wollen, weil er selbst ein Halbgott ist. Und für Halbgötter gibt es nur einen sicheren Ort: Das Camp der Halbblüter. Doch auch dort bannen sich Schwierigkeiten an, denn aus dem Olymp wurde etwas gestohlen und Zeus verdächtigt ausgerechnet Percy …

Furien, Höllenhunde, Zentauren, Sartyre und vieles mehr – in Rick Riordans Reihe „Percy Jackson“ erwachen die Figuren der griechischen Mythologie zum Leben. Dabei bleibt der Autor nahe an den Originalen und flechtet immer wieder spielerisch Wissen aus den Sagen und Mythen ein. Natürlich dürfen dabei auch die zwölf großen Götter nicht fehlen. Und wie in den alten Mythologien verfallen sie immer wieder Menschen und zeugen Halbgötter. Wer Percys Vater ist, ist dem Kenner der Sagen früh bewusst. Im Buch wird aber, anders als im Film, eine Weile gerätselt, ehe Percy nicht mehr ein „Unentschiedener“ ist (also einer, dessen göttlicher Elternteil nicht bekannt ist).

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, daher weiß man als Leser/in nie mehr als Percy selbst. Mit ihm erkundet man die Geheimnisse der Götterwelt und stößt immer wieder auf neue Rätsel und Gefahren. Der Protagonist Percy ist simpel gehalten. Seine Ziele sind ebenso klar wie seine Motivation zu handeln, ohne, dass dies großartig ausgebreitet werden würde. Seine Gedanken spielen – zumindest in der Hörbuch-Version – eine eher untergeordnete Rolle, was ich aber keineswegs als störend empfunden habe. Auch die Ziele von Percys Begleiter Grover sind eindeutig und gut dargestellt. Nur die Figur der Annabeth fand ich diesbezüglich etwas … lahm. Bei ihr hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Bei den Nebenfiguren gibt es sowohl eher typenhafte Charaktere – so die Figur des hilfsbereiten Lateinlehrers – als auch vielschichtige und vor allem undurchsichtig gestaltete. Letztere haben mir besonders gut gefallen. Sie passen zu den Göttern der griechischen Mythologie, die häufig auch als launenhaft dargestellt werden. Man weiß nie so recht, auf wessen Seite sie jetzt eigentlich stehen. Das ist Riordan bei einigen Figuren gelungen (Namen werden hier wohlweißlich verschwiegen ;-)).

Die Geschichte selbst ist im Großen und Ganzen simpel gestrickt, bietet aber einen guten Spannungsbogen. Langeweile kommt nirgends auf, viel mehr gerät Percy unablässig von einer Gefahr in die nächste, und man erwartet als Zuhörer jeden Moment das nächste Monster hinter der Ecke hervorspringen. Stilistisch war es mir persönlich teilweise etwas zu platt. Vor allem über Wiederholungen an Satzanfängen alla „Er ging hinaus. Er sah sich um.“ bin ich beim Zuhören ab und an gestolpert. Der Stil passt aber sicherlich zu einem Jugendbuch und ist eventuell auch der gekürzten Hörbuchversion geschuldet.

Der Sprecher Marius Clarén hat eine sehr angenehme Stimme. Die wörtliche Rede der Protagonisten ließ sich gut voneinander unterscheiden. Auch die Pausen hatten eine angenehme Länge. Die Stimme ist zwar nicht einschläfernd, aber tendenziell eher ruhig und auch in Spannungssituationen nicht aufgeregt.

Fazit: Griechische Mythologie, Jugendbuch, Spannung und eine angenehme Sprecherstimme? Meiner Meinung nach ein gelungener Auftakt. Ich freue mich auf die nachfolgenden Bände!

Ich lese gerade:

Data from Goodreads

  • Book cover

    Die Lüge von Amergin Manor

    Antonia Günder-Freytag

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