#NaNoWriMo2017: Vorbereitung 1

von | 15. Okt 2017 | 0 Kommentare

Wir schreiben den 15. Oktober 2017. Am Dienstag in zwei Wochen startet der November und damit der diesjährige National Novel Writing Month (NaNoWriMo). Einige meiner Kolleginnen und Kollegen fiebern dem Event bereits fleißig in Twitter oder über Instagram entgegen. Ich bereite meinen Roman zwar ebenfalls vor, komme aber nicht so recht dazu, regelmäßig zu berichten.
Stattdessen will ich euch in zwei Blogbeiträgen einen Einblick in meine bisherigen Vorbereitungen und meine weiteren Pläne bis zum 31. Oktober 2017 bieten. Denn meiner Meinung nach braucht der NaNoWriMo Vorbereitungen in zweierlei Richtungen. Das Projekt muss geplottet und die alltäglichen Aufgaben im November minimiert werden.

Widmen wir uns zunächst der Vorbereitung des Projektes. Bei meinen früheren NaNoWriMos wusste ich zu dieser Zeit bereits ziemlich genau, was ich im November schreiben würde. Im Gegensatz dazu bin ich heute noch nicht sicher, wohin es mich diesen November verschlagen wird. Ich habe einen Plan, weiß allerdings nicht, ob dieser auch gelingt. Falls ich es nicht rechtzeitig schaffe, das Projekt zu plotten, wird es mich nach Blaubeuren und Tübingen in das Jahr 1206 verschlagen. Hierfür habe ich bereits einen Szenenplan erstellt.
Eigentlich möchte ich aber in das Indien des Jahres 1855/56 reisen. Ich plane einen Roman über Pauline Mögling alias Weigle zu schreiben. Die junge Frau reiste als Mitglied der Basler Mission nach Indien und heiratete zunächst Gottfried Weigle und nach dessen Tod seinen älteren Stiefbruder Herrmann Mögling. Ich möchte ein Jahr aus ihrem Leben beleuchten, das von schweren Schicksalsschlägen bestimmt war.

Um einen historischen Roman schreiben zu können, bedarf es natürlich jeder Menge Recherchearbeit. Neben den historischen Fixpunkten darf man die Charaktere selbst nicht aus dem Blick verlieren. Was weiß man über ihr Aussehen und ihre Eigenschaften? Inwiefern wirkt sich das auf die Geschichte aus? Bei einem Missionsroman müssen zudemn die unterschiedlichen Kulturen beachtet werden. Die Missionare sind in einem christlich-pietistischen Milieu beheimatet, ihre Gegenüber zumeist Hinduis oder Muslime. Ich bringe als Theologin einige Grundlagen mit, dennoch muss ich mich in den Hinduismus und den Pietismus einarbeiten. Ferner ist mir das Land Indien fremd. Ich recherchiere, wie es dort aussieht und wie es riecht, was gegessen wird, und welche Politik betrieben wurde. Den Ort eines Romanes so gut zu kennen wie die Charaktere, ist mir sehr wichtig. Nur, wenn beides zusammenkommt, kann eine Geschichte lebendig werden.

Ehrlich gesagt klingt das so in seine Einzelteile zerlegt selbst für mich nach einer Mammutaufgabe. Allerdings lassen sich viele dieser Punkte miteinander verbinden. Ich habe 5 Bücher ausgesucht. Drei von ihnen habe ich bereits gelesen, das letzte lasse ich eventuell weg und informiere mich stattdessen noch besser über den Hinduismus, bzw. die Spielarten, mit denen es Pauline Mögling in Indien zu tun hatte.
Nun wisst ihr, was ich bereits hinter mich gebracht habe. Die Informationen, die ich bereits gesammelt habe, will ich noch in folgende Dokumente aufsplittern:
1. Charakterblätter mit:
a) Geschichte
b) Eigenschaften
2. Ortsbeschreibungen
3. Zeitstrahl
4. Schneeflockenmethode

Ich hoffe, damit gut genug vorbereitet zu sein, um die 50k zu kacken.

Wie bereitet ihr eure Geschichten auf den NaNoWriMo vor? Verratet mir eure Tipps und Tricks in den Kommentaren! Gerne dürft ihr auch zu eigenen Blogbeiträgen mit dem Thema #NaNoWriMo verlinken. Bei mir geht es am 29. Oktober weiter mit der Frage: Wie strukturiere ich meinen Alltag im (Ausnahmezustand) November.

Ich lese gerade:

Data from Goodreads

  • Book cover

    Die Lüge von Amergin Manor

    Antonia Günder-Freytag

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