Marielle Bodenheimer

von | Mai 13, 2016 | 0 Kommentare

Isabella Benz: Marielle Bodenheimer ist die vorletzte Autorin, die ich im Rahmen der Anthologie-Reihe „Wenn alte Wellen singen“ interviewen darf. Liebe Marielle, verrate uns doch zunächst: Was ist für dich das Wichtigste beim Schreiben?
Marielle Bodenheimer: Das Wichtigste beim Schreiben ist es zu Schreiben. Man kann kein Schriftsteller sein, ohne zu schreiben, auch wenn es mal die Tage gibt, an denen die leeren Seiten einen anstarren. Einfach anfangen.
Isabella Benz: Wann hast du denn mit dem Schreiben begonnen?
Marielle Bodenheimer: Ich habe mit neun Jahren das erste Mal versucht ein Buch zu schreiben und das bei meiner Oma auf der Couch. Das Ergebnis fiel dementsprechend aus. Doch schon damals ging es darum, das zu schreiben, was ich selbst gerne lesen würde. Was hat mich motiviert? Eine Geschichte die ich gelesen habe und zu der mir noch so viele Dinge eingefallen sind, dass ich es eine schade fand, wenn man diese nicht erzählen würde.
Isabella Benz: Das verbindende Element in unserer Anthologie ist ja das Wasser. Was hältst du vom Wasser?
Marielle Bodenheimer: Um ehrlich zu sein gibt es Dinge, die ich mehr mag. Ich bin keine besonders gute Schwimmerin und der Gedanke an einen trüben See oder Fluss, in dem man nichts sehen kann und man nicht weiß, was unter einem wimmelt, macht mich nervös.
Isabella Benz: Deine Kurzgeschichte stellt ja eine gewisse Ausnahme innerhalb der Anthologie dar. Erkläre uns doch einmal, was der „historische Hintergrund“ für die Geschichte ist.
Marielle Bodenheimer: Bei meinem „historischen Hintergrund“ handelt es sich um eine Sage. Es war der Reiz etwas Uraltes neu zu erzählen mit modernerer und ungewöhnlicher Sicht. Wer würde sich nicht gerne mit einem jahrhundertealten Fabelwesen unterhalten?
Isabella Benz: Zumindest ist die Unterhaltung sehr amüsant:

In meiner Legende heißt es, die Strahlen der Sonne hätten grüne Lichtschimmer auf meinen Haaren tanzen lassen und die Leute hätten sich bewundernd nach mir umgesehen. Alles, was ich noch weiß, ist, wie laut mein Herz pochte, als meine Füße mich zu meinem Musiker trugen.

Die Isarnixe ist ja eine recht bekannte Sagengestalt. Wie nah bist du in deiner Erzählung den alten Überlieferungen gekommen und wie viel entspringt deiner Fantasie?
Marielle Bodenheimer: Es war mir wichtig mich genau an die Sage zu halten. Alles Historische, wie z.B. König Albrecht IV. und seine Hochzeit mit Kunigunde, sind historisch richtig und so auch in der Sage enthalten. Was jedoch die Isarnixe persönlich zu all den Geschehnissen sagt, entspringt keinen Überlieferungen. Bis jetzt hat sich ja auch noch niemand die Mühe gemacht sie zu fragen 😉
Isabella Benz: Das stimmt allerdings. Vielen Dank für deine bereichernde Geschichte und deine Antworten!

Die Anthologie erschien am 10.02. und kann beim Burgenweltverlag oder auf Amazon bestellt werden.

Ich lese gerade:

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  • Book cover

    Die Ratten von Chakas (Die Greifen #1)

    C.M. Spoerri

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