Leipziger Buchmesse 2017

von | 28. Mrz 2017 |

Wir schreiben das Jahr 2017. März. Die Front der Buchverrückten und derer, die es werden wollen, packt ihre Koffer (oder Rucksäcke). Aus allen Ecken Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und noch aus vielen anderen Teilen der Welt machen sie sich auf den Weg und pilgern nach Leipzig: Es ist BUCHMESSE!

Für mich war die Leipziger Buchmesse 2017 dank erzwungener Examenspause die erste Messe seit einem Jahr. Entsprechend fieberte ich dem Event lange entgegen. Umso mehr schockierte es mich, wie ich mich drei Tage vor der Messe fühlte: ich war beinahe melancholisch. Die Gedanken daran, was ich das letzte Jahr alles verpasst hatte, überwogen tatsächlich die Vorfreude. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass ich mich auch ein klein wenig über mich selbst ärgerte. Nichts desto trotz fuhren wir in altbewährter Konstellation (id est: meine liebe Kollegin und Freundin Susanne Wolff und ich) am frühen Freitag von Stuttgart nach Leipzig. Die Fahrt verlief erstaunlich gut, wir hatten keinen Stau und nur wenige Baustellen, sodass wir noch vor 12:00 auf der Messe ankamen.
Nach überstandener Taschenkontrolle – Nein, ich habe kein Pfefferspray dabei, aber anscheinend sehe ich wie jemand aus, der das dringend benötigt *hihi* – ging es im Eilschritt (die Massen waren noch nicht ausgebrochen) schnurstracks in die Halle 2, zur Fantasyleseinsel und den umliegenden Verlagen. Und es dauerte gar nicht lange, da wich das mulmige Gefühl nach und nach. Ich traf so viele Freunde und Bekannte. Einigen ist meine Abwesenheit tatsächlich aufgefallen und ich hörte häufiger ein „dich hab‘ ich ja schon ewig nicht mehr gesehen“ oder ein „wohin bist du denn abgetaucht?“ zu hören bekommen. Alle waren so herzlich, dass ich mich bald wieder wie Zuhause gefühlt habe.
Neben altbekannten Gesichtern habe ich aber auch ein paar neue Bücherfreunde kennen gelernt: die Autorinnen Sandra Florean und Lillith Korn, die mir nicht nur tolle Postkarten und Goodies geschenkt haben, sondern auch für ein hübsches Foto posierten. In der PAN-Lounge habe ich das erste Mal einen längeren Plausch mit Grit Richter gehalten, der Verlegerin des Art Skript Phantastik Verlags. In die PAN-Lounge hat mich übrigens Janika Hoffmann und Sabrina Zelezný hineingezogen. Mit den beiden musste ich gleich auf verschiedenes anstoßen, allerdings mit Wasser (Stichwort: Fastenzeit).
Um 16:00 war ich dann noch mit Erik Huyoff verabredet. Wir trafen uns am Burgenweltverlag, durch deren Anthologie (Wenn alte Wellen singen) wir uns kennen gelernt hatten. Und wir wurden dank Familie Stöckler hervorragend mit Kaffee versorgt! Der Tag ging natürlich viel zu schnell vorbei. Am Abend traf ich mich noch mit den Mädels der Romance Alliance und wir schmausten bei einem Griechen, ein nettes Lokal in der Nähe der Messe. Da wir alle vom langen Tag schon ziemlich ermüdet waren, ging es aber früh zurück in die Pension. Dieses Mal hatte ich mich gemeinsam mit Susanne Halbeisen in die Pension Gießerstraße einquartiert.

Hier erhielten wir am nächsten Morgen ein ausgewogenes Frühstück, machten uns aber bald auf den Weg, um dem Massenanstrom einigermaßen zu entgehen. Wie es zu erwarten gewesen war, war die Messe samstags deutlich voller als noch am Tag zuvor und so wurde es bald ein Schieben und Drängen, insbesondere in den Gängen zwischen den verschiedenen Hallen. Im Gegensatz zum Vortag hatte ich diesmal ein paar mehr Termine auf dem Zettel stehen (das nächste Mal mach ich das vermutlich andersherum und bewege mich Samstags einfach so wenig wie möglich 😉 ): noch am Vormittag war ich mit Jana Hoffhenke zum Kaffee-Trinken verabredet und wir plauschten über die Verlagsarbeit, das Schreiben und, und, und … Vielleicht komme ich beizeiten wieder dazu, eine Anthologie mit ihnen zu erarbeiten. Die Zusammenarbeit macht einfach Spaß!
Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken besuchte ich die Lesung von Bernhard Hennen auf der Fantasyleseinsel. Er stellte seinen neuen Elfenroman „Elfenmacht“ vor. Eine Lesung von Hennen gehört für mich mittlerweile zum Pflichtprogramm auf der Leipziger Buchmesse und wenn möglich auch auf der BuCon. Ich höre ihm gerne zu und finde ihn sehr sympathisch, auch wenn ich leider mit dem Roman „Drachenelfen“ nicht so gut zurechtkam. Bei der Lesung kam allerdings auch die Frage auf, mit welchem Roman man in den Elfen-Zyklus einsteigen sollte und Drachenelfen war unter den Titeln, die er als Antwort aufgezählt hat, nicht dabei. Ich überlege daher, es noch einmal mit einem anderen Roman zu probieren. Allerdings stapeln sich auf meinem Nachtschrank jetzt erstmal eine ganze Menge anderer Werke … Nun: Kommt Zeit, kommen Buchseiten oder so ähnlich 😛
Am Nachmittag ging es dann zum zweiten Kaffee-Verlags-Plausch: diesmal mit Michael Kuhn. Dabei ging es natürlich vor allem um die Planung diverser Veranstaltungen rund um den bald erscheinenden „Tod einer Hofdame“! Ich freue mich schon sehr darauf, wieder mit dem Ammianus-Verlag auf Tour gehen zu dürfen und werde euch natürlich über bevorstehende Veranstaltungen auf dem Laufenden halten.
Am Samstag stand schließlich das Abendessen mit dem Tintenzirkel an! Wir trafen uns im Ratskeller von Leipzig. Bei einer Gruppe von 30 Personen war es natürlich unmöglich, sich mit allen zu unterhalten. Aber ich holte mir in jedem Fall ein Autogramm von Alana Falk, deren Buch ich glücklicherweise am Montag zuvor geschenkt bekommen hatte. Eigentlich hatte ich ja auch gehofft, Katharina Seck noch zu treffen, aber das muss ich irgendwann einmal (ganz bald) nachholen, da sie nur zur Preisverleihung des Seraphs gekommen war. An dieser Stelle ist ein ganz herzlicher Glückwunsch fällig: nachdem ich bereits 2012 das erste Mal von dem Projekt „Silberne Königin“ gehört habe, freue ich mich umso mehr, dass dieses Buch fast genau 5 Jahre später einen so tollen Preis erhalten hat!

Was bleibt mir nun zum Abschluss noch zu sagen?
Die Melancholie hat die Messer mir superschnell vertrieben.
Es war einfach schön, all die Freunde und Bekannte nach der langen Zeit wiederzusehen.
Es sind einige vielversprechende Kleinverlage im Fantasy-Segment dazu gekommen, die ich in jedem Fall im Auge behalten werde.
Ich habe viel zu wenig Bilder gemacht. Die etwas magere (*hust*) Ausbeute findet ihr in der Bildershow am Ende, aber vielleicht kann ich nächstes Jahr mal „meinen Menne“ dazu überreden, mitzukommen, auch wenn ich dann sicher eine Ewigkeit brauche, um die Bilder auszuwählen.
Ich habe viel zu viel zu besprechen gehabt und muss nächstes Jahr definitiv meine Planung optimieren, denn die Leipziger Buchmesse bietet tatsächlich einige interessante Workshops, Autorengespräche und Lesungen an.
Ach ja und: Umarmungen sind toll!
Fazit: Der Messebesuch hat sich wieder einmal voll und ganz gelohnt. Ein Highlight des Jahres!

Ich lese gerade:

Data from Goodreads

  • Book cover

    Die Ratten von Chakas (Die Greifen #1)

    C.M. Spoerri

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