Im Sog des Todes

von | 14. Jun 2016 | 0 Kommentare

“Familiengeheimnisse, Knallhart-gefährliche Frauen und ein tödliches Spiel, das manchmal etwas rasanter sein dürfte.”

Autorin: Stefanie Mühlsteph
E-Book: Seiten
Verlag: Ullstein Midnight
Sprache: Deutsch
Kauf: Amazon ~ Buchhandel ~ Verlag

Zusammenfassung:
Der Roman versetzt die LeserInnen in das London einer Steampunk-Welt. Dort herrscht die Mörderkaste Cazador aus dem Untergrund heraus, indem sie Politiker und die High Society nach ihrem Gutdünken unterstützt oder eben absäbelt. Zur Kaste gehören auch Megan und Abigail. „Ihre Arbeit ist so lukrativ wie gewissenlos und gefährlich“, weiß der Klappentext. Das erste Mal treffen sich Megan und Abigail bei einer Besprechung mit ihrer Suborganisatorin, von der sie die Aufträge erhalten und der sie nach getaner Arbeit Bericht erstatten müssen. Wenig später begegnen sich die beiden Frauen erneut: Abigail als Mörderin des Mannes, den Megan um jeden Preis beschützen soll. Ist der Suborganisatorin ein Fehler unterlaufen? Oder steckt mehr hinter dem Doppelauftrag?

Immer häufiger werden Megan und Abigail als Team zu Aufträgen geschickt. Beide sind darüber nicht sonderlich begeistert, da ihre Vorgehensweise gänzlich unterschiedlich ist. Geht Megan gezielt und umsichtig mit ihren Aufträgen um, immer darauf bedacht, kein Aufsehen zu erregen, schießt Abigail am liebsten wild um sich und erledigt die Arbeit somit schnell und ohne groß nachzudenken.
Dass die beiden Frauen aneinander wachsen und reifen müssen, war mir von Beginn an klar. Ebenso ahnte ich früh, dass noch eine andere Verbindung zwischen Megan und Abigail besteht.

Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht von Megan und Abigail geschrieben. Ab und an kommt noch die Perspektive von Leidon hinzu. Er ist der Sohn von Megans Schutzbefohlenem, der Auftrag verändert Megans Leben also in mehr als einer Hinsicht, denn durch ihre Gefühle zu Leidon und seine Gefühle für sie lernt sie eine andere Seite der Welt kennen.
Megan nimmt für mich dadurch eine deutlich zentralere Rolle in der Geschichte ein als Abigail. Ich fand Megan auch emotional stärker gestaltet, da Abigail mir – auch zum Ende hin – teilweise einfach noch „zu dumm“ handelte. Sie begreift Recht langsam. Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass sie deutlich jünger ist als Megan und als Gegenfigur durchaus passt. Ab und an hätte ich mir dennoch etwas mehr Grips für sie gewünscht.

Zudem fand ich es Schade, dass viele Plotrelevanten Punkte mir schon relativ früh klar waren, aber erst deutlich später offen ausgesprochen wurden. Da hätte der Roman eventuell etwas gestrafft, bzw. manches besser verschleiert werden können.

Dennoch hat es mir im Gesamtpaket gut gefallen. Die Szenen sind spritzig und spannend geschrieben. Wer gerne eine Geschichte mit viel Blut, mysteriösen Familiengeheimnissen und Charakteren liest, die nicht unbedingt Sympathieträger sind, sollte sich dieses E-Book nicht entgehen lassen!

Ich lese gerade:

Data from Goodreads

  • Book cover

    Die Ratten von Chakas (Die Greifen #1)

    C.M. Spoerri

    100 %
    100 %

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