Exposé

von | 7. Jun 2016 | 0 Kommentare

Schritt für Schritt nähern wir uns dem Thema Veröffentlichung: Das Buch ist fertig, auch überarbeitet. Der Titel steht. Eigentlich ist alles bereit dafür, die Geschichte auf die Öffentlichkeit loszulassen. Eigentlich. Denn Fakt ist: Bis dahin ist noch ein langer Weg zu gehen, vor allem, wenn man sich wie ich nicht so recht ans Selfpublishing wagt. Der erste Schritt zur Veröffentlichung ist dann die Suche nach einem Verlag.

Mittlerweile findet man dank Google ja relativ rasch, mögliche Verlage. Wichtig ist, dabei zu beachten, dass man nicht an einen Druckkostenzuschussverlag gerät, und dass man sich mit dem Verleger oder der Verlegerin versteht. Letzteres ist etwas, was ich als unglaublich wertvoll erachte. Um das Buch an Leser zu bekommen, müssen Autor/in und Verleger/in zusammenarbeiten. Entsprechend müssen sie sich verstehen. Natürlich ist es auch wichtig, dass der Verlag ein ordentliches Lektorat und ein gutes Cover bietet, aber wichtiger noch als das ist eine gelungene Zusammenarbeit.

Nun, zum eigentlichen Thema: Hat man erst einmal einen Verlag gefunden, muss man sich sozusagen bewerben. Und die Bewerbung umfasst in der Regel neben der Leseprobe ein sogenanntes Exposé. Doch wie schreibt man ein Exposé? Am Anfang sind zunächst folgende Fakten zu nennen:

  • Genre
  • Zielgruppe
  • (aktueller oder geschätzter) Umfang
  • Thema
  • Das Setting
  • Protagonisten mit Alter, gegebenenfalls die Herkunft und ein Satz zur Beschreibung
  • Nebenfiguren, am besten ebenfalls mit einem ganz kurzen Satz

Danach folgt der Haupt- und meiner Meinung nach schwierigste Teil: Die Inhaltsangabe. Sie muss kurz sein, als Faustregel gelten hier ca. 3 Seiten. Sie muss spannend sein und zum Schreibstil der Geschichte passen. Und sie muss alles verraten, alle Wendepunkte, alle Spannungen, bis zum Schluss. Das ist eine Herausforderung der besonderen Art, ich muss aber zugeben, dass sie mir meist sehr viel Spaß macht. Mir persönlich helfen dabei zwei Tricks: Zum einen konzentriere ich mich ganz auf das, was mein jeweiliger Protagonist oder meine Protagonistin erlebt, zum anderen hangele ich mich an den Katastrophenpunkten aus der Schneeflockenmethode entlang. Was dabei für die Schwelle herauskam? Hier ein kleiner Blick auf den Anfang:

Bei der Übernahme des Hüteramtes verspricht Dareios seiner Mutter, sich früh um einen Erben zu bemühen. Vier Jahre später hat er vorerst genug Haphtire ins Jenseits befördert. Er verlässt Ochyrom und schreibt sich mit Hilfe seines Freundes Tonraq in der Universität Mesquitas als Austauschmagiestudent aus Mittelcascavel ein, weil er glaubt, unter den reichen Südcascavlern eine gute Mutter für sein Kind zu finden. Sein erstes Date verläuft katastrophal …

Diesmal leider nur eine Frage an die Autoren unter euch: Wie geht ihr mit dem Exposé-Schreiben um? Ist es für euch eine Qual? Oder habt ihr eure Freude daran?

Ich lese gerade:

Data from Goodreads

  • Book cover

    Die Lüge von Amergin Manor

    Antonia Günder-Freytag

    52 %
    52 %

Folge dem Blog über Bloglovin

Follow