Autor: Angelika Diem
Broschüre: 115 Seiten
Verlag: Machandel Verlag, 2013
Sprache: Deutsch
Bewertung: Spannender Fantastik-Krimi, Auftakt einer interessanten Reihe
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Thalia
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In Schloss Baeldin wird eine Zofe ermordet. Es ist Caitlynns erste Aufgabe als Vollstreckerin: sie soll den Mörder finden und ihn bestrafen. Die Bestrafung in dieser Fantasywelt besteht darin, dass die Schmerzen des Opfers in einen sogenannten Schmerzstein gebannt werden, bis der Mörder gefunden ist, der diese Schmerzen übertragen bekommt. Jeder Vollstrecker hat einen eigenen Schmerzstein und allein die Vollstrecker sind in der Lage, einen Stein mit Schmerzen zu füllen. Zusätzlich haben Vollstrecker die Fähigkeit, dass sie es spüren, wenn jemand sich schuldig fühlt. Doch, wer sich schuldig fühlt, ist nicht automatisch der Mörder. Und gerade in diesem Fall ist Caitlynns gesamte Aufmerksamkeit gefordert …

Warum, das wird selbstverständlich erst im Laufe der Geschichte klar. Doch sei bereits hier verraten, dass es eine Hintergrundgeschichte gibt, die sich über die Bände hinwegzieht oder zumindest im ersten Band noch nicht abgeschlossen ist. Sie wird geöffnet mit dem Vorspiel und ein erster Meilenstein in der weiteren Entwicklung ist im Nachspiel gelegt, bzw. damit wird erst klar, was zwischendurch immer wieder angedeutet wird. Diese Hintergrundgeschichte hat mir sehr gut gefallen.

Der Mordfall selbst ist zwar einerseits gut verwickelt, andererseits geht es mir aber ein bisschen zu schnell. Dies ist natürlich der Tatsache verschuldet, dass der Kurzroman lediglich 115 Seiten lang ist, 20-30 Seiten mehr, um den Charakteren mehr Entwicklungsmöglichkeiten einzuräumen, hätten der Geschichte sicherlich nicht geschadet. Dennoch ist es erstaunlich, wie gut die Autorin innerhalb der wenigen Seiten bereits ein Gefühl für ihre Welt und die dortigen Strukturen aufbauen kann. Das ist wirklich beeindruckend!

Weniger gut gefallen haben mir zum einen die Dialogartigen Erklärungen, das hätte man meiner Meinung nach auch eleganter lösen können. Zum anderen hat es mich gestört, dass der Protagonistin einige Male Anweisungen gegeben werden, die sie doch sehr schnell bricht. So soll zum Beispiel erst einmal niemand auf dem Schloss erfahren, wo sie herkommt. Es wissen aber dann alle doch relativ schnell, große Auswirkungen hat es aber keine.

Trotzdem: Wer spannende Fantasy und/oder Krimis mag, ist mit dem Kurzroman sicherlich gut bedient, deshalb gibt es wohlverdiente 4/5 Sternen.